KYC (Know Your Customer)
Die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung von Geschäftspartnern, die im Uhrenhandel zur Vermeidung von Geldwäsche unerlässlich ist.
Was ist KYC?
KYC steht für „Know Your Customer" und beschreibt die regulatorische Pflicht zur Identitätsverifizierung von Geschäftspartnern. Im Uhrenhandel umfasst dies die Identitätsfeststellung per Ausweisdokument, Adressverifizierung, Abgleich mit Sanktions- und PEP-Listen sowie eine Risikobewertung des Kunden.
Relevanz für Uhrenhändler
Da Luxusuhren aufgrund ihres hohen Werts für Geldwäsche missbraucht werden können, sind Uhrenhändler nach dem GwG bei Bartransaktionen ab 10.000 Euro zu KYC-Prüfungen verpflichtet — ein Schwellenwert, der im Luxussegment häufig erreicht wird. Digitale Lösungen können den Verifizierungsprozess beschleunigen und dabei helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
Verwandte Begriffe
AML (Anti-Money Laundering)
Alle Maßnahmen und Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche, die für Uhrenhändler aufgrund hoher Transaktionswerte besonders relevant sind.
GwG (Geldwäschegesetz)
Das zentrale deutsche Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche, das Uhrenhändler zu umfassenden Sorgfaltspflichten verpflichtet.
AMLD6
Die 6. EU-Geldwäscherichtlinie, die den regulatorischen Rahmen für die Bekämpfung von Geldwäsche in der EU verschärft und den Kreis der Verpflichteten erweitert.
Sorgfaltspflichten
Die gesetzlichen Pflichten zur Identifizierung und Überprüfung von Geschäftspartnern im Rahmen der Geldwäscheprävention.
PEP-Prüfung
Die Überprüfung, ob ein Geschäftspartner eine politisch exponierte Person (PEP) ist, als Teil der erweiterten Sorgfaltspflichten.
Sanktionsliste
Offizielle Verzeichnisse von Personen und Organisationen, mit denen aufgrund von EU- oder UN-Sanktionen grundsätzlich keine Geschäfte getätigt werden dürfen.